Moderne Schulen - gleichberechtigt für alle!

Veröffentlicht am 29.03.2012, 21:31 Uhr     Druckversion

Schule ist und bleibt eine der wichtigsten gesellschaftlichen Institutionen für die Zuteilung von Lebenschancen. Der soziale Lebenslauf eines Menschen wird wesentlich geprägt von der Entwicklung seiner Schulausbildung. Mithin ist Bildungspolitik vor allem auch Sozialpolitik!Schule ist und bleibt eine der wichtigsten gesellschaftlichen Institutionen für die Zuteilung von Lebenschancen. Der soziale Lebenslauf eines Menschen wird wesentlich geprägt von der Entwicklung seiner Schulausbildung. Mithin ist Bildungspolitik vor allem auch Sozialpolitik!
Daraus folgt für die SPD Schleswig-Holstein: Die Bildungspolitik ist das zentrale Feld der politischen Zukunftsgestaltung! Deshalb rückt sie in diesem Wahlkampf in den Mittelpunkt unserer programmatischen Aussagen für die nächsten fünf Regierungsjahre – fundamentiert in einer zukunftsorientierten, gesellschaftlich-verantwortungsbewussten Finanzplanung.
Wer wie CDU und FDP die schleswig-holsteinische Bildungspolitik zum Steinbruch für haushaltspolitische Sparsamkeit degradiert, der beschädigt nicht nur die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen, sondern verursacht gesellschaftliche Folgekosten, welche die jetzt notwendigen Investitionen um ein vielfaches übersteigen werden.
Sozialdemokratische Schulpolitik ist geprägt von diesen grundsätzlichen Zielen:
-möglichst langes gemeinsames Lernen aller Kinder mit einem Höchstmaß an individueller Förderung; zunächst in der Grundschule, dann in zwei weiteren Schularten: der Gemeinschaftsschule und dem Gymnasium.
- die bestehenden Gemeinschaftsschulen werden sukzessive in Gemeinschaftsschulen umgewandelt – immer im Einvernehmen mit dem regionalen Schulträger
- Inklusion: Integration aller Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf (z. B. Kinder mit Lernbehinderungen)
- Schulsozialarbeit: verankert im SchulgesetzSicherung des Lehrernachwuchses auf Basis einer dem Schulsystem angepassten
- Lehrerausbildung (hier besteht Nachholbedarf!)Ausbau der Ganztagsschulen, insbesondere der gebundenen Ganztagsschule an allen Schulen

Der Kern der Gemeinschaftsschule ist das gemeinsame Lernen, nicht aber das Sortieren nach abschlussbezogenen Lerngruppen. Es muss in der Gemeinschaftsschule mit Leben erfüllt werden! Deshalb brauchen die Gemeinschaftsschulen ihre Differenzierungsstunden. Unter Schwarz-Gelb sind diese halbiert worden, um Lehrerstellen abzubauen. Eine SPD-geführte Landesregierung wird sie wieder aufstocken!

Noch einmal: Die am Besten geeignete Schule für gemeinsames Lernen ist die Gemeinschaftsschule! Wie das berufliche Gymnasium und das traditionelle Gymnasium führt auch sie zum Abitur. Mit einem Unterschied: An den Gemeinschaftsschulen und den beruflichen Schulen wird das Abitur nach 9 Jahren erreicht (G9), am allgemeinbildenden Gymnasium nach 8 Jahren (G8).
Fazit: Sozialdemokratische Bildungspolitik in Schleswig-Holstein ist eine Politik der Chancengleichheit. Sie orientiert sich an der Würde des Kindes und an der Qualität seines zukünftigen Lebensweges nach dem Grundsatz: Jedes Kind hat Anspruch auf ein gelingendes Leben!

Homepage: Stefan Runge


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